Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen
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Israel Schalom

Zweifellos ein Höhepunkt in unserem diesjährigen Gemeindeleben stellte die Aufführung des Oratoriums „Israel Schalom“ von Klaus Heizmann dar. Zwar war das Wetter nicht besonders einladend. Dennoch hatten viele unsere Plakate gelesen und waren gekommen. Die Kirche war gut gefüllt. Bereits im vergangenen Jahr führte der Jugendchor das Oratorium für Chor, Solisten, Sprecher und Instrumente auf.  Damals jedoch konnte noch nicht das ganze Werk von Klaus Heizmann zu Gehör gebracht werden. In diesem Jahr konnten wir das komplette Oratorium aufführen.

Die Aufführung  von „Israel schalom“ am Sonntag Lätare hatte einen inneren Zusammenhang. Der Name dieses Sonntages leitet sich von der lateinischen Übersetzung des ersten Wortes von Jesaja 66,10 ab: „Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie lieb habt!“

Warum sollen wir uns mit Jerusalem freuen, über diese Stadt fröhlich sein und sie lieben? Viele Städte leiten ihre Macht, ihre Bedeutung ihre Schönheit von einer  besonderen Lage, an einem Meer oder einem Fluss und in einer reizvollen Umgebung ab. Aber Jerusalem, hat keine dieser Vorzüge. Diese Stadt ist auf felsigem Gestein erbaut und von Wüste umgeben. Andere Hauptstädte der Welt  sind Millionenstädte. Jerusalem bringt es auf nicht einmal 800.000 Einwohner. Große Weltstädte mit einem bedeutsamen Namen liegen an internationalen Verkehrsadern. Jerusalem hat nicht einmal einen Flughafen. Dem Namen nach müsste Jerusalem eine Stadt des Friedens sein. Aber die berühmteste und bedeutendste Stadt der Welt ist die umkämpfteste Stadt der Weltgeschichte und wird es bleiben.

Warum sollen wir uns mit Jerusalem freuen, über diese Stadt fröhlich sein und sie lieben?

Es gibt nur einen einzigen Grund. Und dieser Grund ist in der Erwählung Gottes zu suchen und zu finden.  Im 1. Buch der Könige 8,16 ist der Gottesspruch festgehalten. Gott spricht: „Jerusalem hab ich erwählt, dass mein Name da wäre, und David hab ich erwählt, dass er über mein Volk Israel Herr sein sollte.“

Die Erwählung der Stadt Jerusalem ist von Gott dreifach hervorgehoben und unterstrichen.

Zum einen stand hier der Tempel. David machte Jerusalem zu seiner Stadt. „Stadt Davids“  wird sie seitdem genannt. Hier beginnt die messianische Linie der David-Tradition.

Zum zweiten: Vor den Toren Jerusalems stand das Kreuz. Hier fand die Erlösung der Welt Stadt, als Jesus, der Messias, sein Leben für uns dahingab.

Schließlich knüpft hier am irdischen Jerusalem die Verheißung des kommenden, himmlischen Jerusalems an.  In der Auswahl der biblischen Themen spannt das Oratorium diesen weiten Bogen.

Jörg Frenzel aus Burkhardtsdorf und Wolfgang Zerbin aus Wiesbaden unterstützten uns bei dieser Aufführung. Hinzu kamen viele Solisten und Helfer aus der Gemeinde. So konnten der Jugendchor und der Kammerchor der Evangelisch Lutherischen Kirchgemeinde der Heiligen Dreifaltigkeitskirche Crottendorf unter der Leitung von Kantor Sebastian Rau das Oratorium „Israel Schalom“ aufführen. Der Beifall am Ende der Veranstaltung zeigte, dass die Zuhörer davon beeindruckt waren. Es war unser Anliegen, mit diesem Werk eine Liebe zu Israel und zum Messias Jesus zu wecken.

Friedrich Preißler










 




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